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Rumänien ist ein schönes Land. Hier sind unsere Eindrücke.

Wenn du über eine Reise nach Rumänien nachdenkst, ist dieser Artikel etwas für dich! Es ist kein Geheimnis, dass wir während einer unserer Reisen einen Monat lang in Rumänien gelebt haben. Warum haben wir das gemacht? Was haben wir gedacht? Wie war das Land?

In diesem Beitrag erfährst du, was wir vor unserer Reise über das Land dachten, was wir in Rumänien erlebt haben und was unsere Gedanken noch unserer Reise sind. Rumänien steht nicht nur für Burgen, Bären und Dracula – es gibt viel, viel mehr zu entdecken.

Und wenn du nach den anderen Beiträgen über Rumänien suchst – hier sind sie:

Warum nach Rumänien reisen?

Das ist eine große Frage, denn es wurde schon früh klar, dass unsere Freunde und Familie Rumänien als ein „obskures“ Reiseziel ansahen. Nachdem wir zusammen nach Europa gezogen sind, haben wir uns aus vielen einigen Gründen für Rumänien entschieden.

Der erste Grund ist, dass wir das Gefühl hatten, Rumänien sei immer noch „unberührt“. Mittlerweile scheint es, dass wir mit jedem Monat mehr und mehr Blog Posts oder Reiseführer über das Land sehen. Wir wollten es sehen, bevor sich die Dinge zu sehr veränderten und/oder zu viele Touristen das Land besuchen.

Der andere Grund, warum wir uns entschieden haben, in Rumänien zu bleiben, ist, dass wir auf Erics Zeit in der Schengen-Zone achten mussten. Momentan hat er noch seinen kanadischen Pass und wartet auf ein formelles Arbeitsvisum für die Niederlande.

Für diejenigen, die sich wundern, Kanadier (und Amerikaner sowie ein paar andere Pässe) können 90 Tage innerhalb von 180 Tage in der Schengen-Zone verbringen. Da Rumänien in der EU, aber nicht in der Schengen-Zone liegt (das sind zwei verschiedene Dinge), können wir so mehr Zeit in Europa verbringen ohne penibel auf die 90 Tage zu achten.

In Rumänien sahen wir drei Hauptorte: Sighisoara war die kleinste der Städte, die wir besuchten, Brasov war die größere Stadt, in der wir die meiste Zeit verbrachten, und schließlich reisten wir nach Bukarest, der Hauptstadt, um einen Flug nach Budapest zu nehmen.

Wir sind bei unserer Einreise in Sibiu gelandet, aber es war ziemlich dunkel als wir ankamen und wir mussten den Zug nach Brasov erwischen. Dadurch hatten wir leider nicht die Chance, viel von der Stadt zu erkunden. Anscheinend ist die Altstadt wirklich schön – und wir planen einen Abstecher dorthin, wenn wir das nächste Mal in Rumänien sind.

Wir sind froh, dass wir drei sehr unterschiedliche Orte im Land gesehen haben, weil wir damit eine gute Perspektive bekommen haben. Wir nahmen auch den Zug von Brasov nach Sighisoara und hielten an buchstäblich jeder einzelnen kleinen Stadt oder Bahnhaltestelle (manchmal war dies nicht einmal ein Ort) auf dem Hin- und Rückweg an.

Rumänien ist ein kontrastreiches Land

Für uns war Rumänien ein Land der Kontraste. Eines der größten Dinge, die wir bemerkten, war die Umwelt. Selbst mitten im scheinbaren Nirgendwo gab es Plastikmüll. Taschen, Flaschen, etc. Plastik säumte die Fluss- und Bachbetten.

Wir nahmen jedoch auch den Zug nach Bukarest durch die Karpaten. Die Luft war frisch, die Flüsse waren klar und die Bäume waren üppig und voller Schnee. Wir wollen Rumänien nicht für seine Abfallentsorgungsmethoden oder seinen kulturellen Wert der Umwelt kritisieren – aber im Vergleich zu Deutschland, Ungarn oder den Balkanländern, durch die wir gerade reisen ist es uns ins Auge gestochen.

Wir werden nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Rumänien einen Kontrast der Klassen gibt. Ja, in vielen Teilen des Landes findest du ethnische Roma. Vielleicht hast du in anderen europäischen Zentren wie Barcelona, Paris oder Rom mit ihnen interagiert.

Viele Reisende haben über diese Menschen ein Bild als „Bettler und Diebe“ entwickelt. Oft ist das leider wahr – Eric weiß das aus eigener Erfahrung in Venedig. Es ist jedoch wichtig, nicht alle Menschen in den gleichen Topf zu werfen. Du bist in Rumänien – es gibt „Roma“, die sich von „Rumänen“ unterscheiden, und längst nicht alle Roma sind „Bettler und Diebe“. Viele Menschen, mit denen wir interagierten, waren angenehm und wir erzählen weiter unten, wie wir persönlich die Interaktionen empfanden.

Die Geschichte vom rumänischen Zug

Wir können auch nicht über unsere Zeit in Rumänien und die Menschen schreiben, ohne die Geschichte darüber zu erzählen, was im Zug von Sighisoara nach Brasov passiert ist. Kurz gesagt, wir hatten eine wirklich unangenehme Situation mit einigen Roma. Als einzige Touristen im Zug und unter den wenigen einheimischen Rumänen, die Besorgungen machten oder nach Hause fuhren, waren wir ein leichtes Ziel.

Bei zwei Gelegenheiten betraten Kinder/junge Erwachsene unser Zugabteil, setzten sich neben uns und bettelten um Essen. Wir hatten wirklich nichts zu essen, also sagten wir – so respektvoll und klar, wie wir es visuell ausdrücken konnten – „wir haben kein Essen, tut uns leid“.

Es war spürbar, dass sie konditioniert wurden, weiter zu drängen bis die Leute einknicken und ihnen etwas zu Essen oder Geld geben. Wahrscheinlich hatten einige Reisende vor uns nachgegeben und sie erwarteten, dass auch wir ihnen irgendwann etwas geben würden. Aber wir hatten nichts zu geben – und wir wollten kein Geld geben. Uns wurde gesagt kein Geld zu geben, da Geld nur den Kreislauf der Armut fortsetzt.

In jedem Fall war es wirklich unangenehm und schwierig mit dieser Situation umzugehen. Trotzdem sind wir froh, dass wir es erlebt haben, da wir so eine echte Perspektive eines Landes mit Höhen und Tiefen gesehen haben – wie sie jedes andere Land auch hat.

Nach Rumänien zu gehen und zu sagen, alles wäre ein wunderschönes Märchen, wäre eine Lüge – weil es nicht so ist. Es gibt schöne Schlösser und nette Leute, aber das Land ist nicht ohne Schwierigkeiten, während es im Zeitalter der Globalisierung wächst und sich verändert.

Dies ist wahrscheinlich auch eine gute Zeit, um zu erwähnen, dass wir nicht nur „Touristen sind, die über die Probleme eines Landes plaudern“, obwohl wir keine Rumänen sind. Eric hat seinen Master-Abschluss in „Health Inequalities and Public Policy“ und hat mit marginalisierten Bevölkerungsgruppen, einschließlich mit kanadischen indigenen Bevölkerungsgruppen im Norden von Kanada, gearbeitet.

Er weiß etwas darüber, soziale und wirtschaftliche Bedingungen mit einem respektvollen und kritischen Blick zu betrachten – und wir hoffen, dass unser Kommentar so ehrlich und respektvoll wie möglich ist.

Rumänien ist ein Land, das sich verändert

Es ist kein Geheimnis, dass es in Rumänien schöne Schlösser, alten Städte usw. gibt, die Besucher anziehen. Um das Tourismuspotential wirklich zu maximieren, werden sich viele Dinge jedoch verändern. Es gibt einige Arbeit bei der Infrastruktur und dem Schienenverkehr. Es wird interessant sein zu sehen, was die weitere Integration mit der EU und eine Entwicklung der Tourismusindustrie für das gesamte Land bedeutet.

In Rumänien sieht man manchmal noch Pferde und Wagen auf den Straßen. In den ländlichen Gebieten leben die Menschen immer noch sehr landwirtschaftlich geprägt. In Bukarest ist es genau das Gegenteil. Berufstätige in Anzügen mit Aktentaschen leben in hoch aufragenden Gebäuden, die Mitte der 1950er Jahre gebaut wurden, oder in den wunderschönen historischen Häusern, die man in verschiedenen Teilen der Stadt findet.

In Brasov schien es nicht viele jüngere Leute (unseren Alters) zu geben. Wir hatten gelesen, dass dies möglicherweise auf die Arbeitsmöglichkeiten (oder deren Mangel) in den kleineren Städten im Vergleich zu den größeren Städten in Rumänien oder Europa zurückzuführen ist.

Anscheinend verursachte der Beitritt zur EU eine Massenmigration der jungen Erwachsenen, um nach Möglichkeiten in anderen europäischen Ländern zu suchen. Als wir nach Bukarest kamen, sahen wir viele jüngere Leute – es scheint also etwas dran zu sein an dieser Erklärung.

Mit rumänischen Mythen aufräumen

Da wir noch nie in Rumänien waren bevor wir uns entschieden dort für einen Monat zu leben, haben wir im Voraus einiges über das Land gelesen. Im Nachhinein ist es interessant, sich daran zu erinnern, wie viele unterschiedliche Perspektiven wir von Online-Posts erhalten haben.

„Es ist sicher oder es ist gefährlich, es gibt streunende Hunde oder es gibt keine streunenden Hunde, es ist schmutzig oder es ist sauber“ – es gab einfach keinen Konsens und wir wussten noch weniger, was wir erwarten sollten.

Einer der größten Mythen, die wir jetzt zerstreuen werden, ist der über „streunende Hunde, die durch die Straßen streifen“. Es stimmt zwar, dass Rumänien Mitte der 2000er Jahre ein Problem mit streunenden Hunden hatte, aber die Regierung hat Initiativen zur Eindämmung ergriffen.

In Brasov trafen wir auf keinen einzigen streunenden Hund. Dasselbe gilt für Bukarest und Sighisoara. Das einzige Mal, dass wir Hunde gesehen haben, die „Streuner“ gewesen sein könnten, war aus dem Zug in der Nähe von kleineren Dörfern. Es ist anzunehmen, dass auch diese Hunde zu Menschen gehörten.

Wir hatten gelesen, dass es in Brasov zu Interaktionen mit streunenden Hunden kommen könnte und dass man wachsam sein sollte. Wir hatten nie ein Problem. Bukarest ist eine große Stadt, und auch hier – nichts. Auch nicht in Sibiu (Hermannstadt).

Die Blogbeiträge zum Thema „Umgang mit streunenden Hunden in Rumänien“ sind weitgehend veraltet. In jedem Land gibt es Hunde, die dich angreifen könnten. Verhalte dich einfach so, wie du es in jedem anderen Land tun würdest und es ist alles okay.

Unsere persönlichen Gedanken über Rumänien

Insgesamt war Lisa angenehm überrascht von dem Land. Zugegebenermaßen wusste sie nicht viel über den Ort und als Westeuropäerin hört man oft nur von den Stereotypen, mit denen die neueren EU-Länder definiert und beschrieben werden. Aber ist das nicht so bei allen Orten oder Menschen, die wir nicht persönlich kennen?

Am Ende hatten wir unterschiedliche Gefühle gegenüber den Menschen und der Kultur. Wir hatten viele tolle Interaktionen mit Ladenbesitzern, Hotelempfängern, Zugführern, den Eltern unserer Gastgeberin, die uns eingecheckt haben usw. Lisa fand, dass die Rumänen insgesamt freundlich waren.

Eric, der Kanadier, ist an eine übermäßig höfliche Kultur gewöhnt. Er fand die Rumänen sehr stoisch – was gar nicht schlimm ist. Er fand die Leute sehr fleißig und von einer „keine Zeit für Schwachsinn“-Mentalität geprägt. Er hat osteuropäische Wurzeln, also ist es eine Mentalität, die er durchaus gewohnt ist!

Solltest du nach Rumänien reisen?

Ja – wir denken definitiv, dass du das solltest. Rumänien ist ein schönes Land. Es gibt Stärken und Schwächen in jedem Land – das gleiche gilt für Rumänien. Wir haben das Glück, dass wir in der Zeit, in der wir dort waren, eine vielseitige Perspektive auf das Land bekommen haben.

Unsere Meinung wurde nicht nur von einer Stadt geprägt. Du wirst bestimmt die Schlösser und alten Städte finden, die du suchst – aber Rumänien wird dich auf eine Weise verändern, die du vorher nie erwartet hättest. Es ist mehr als nur Dracula Souvenirs und günstige Preise. Wir freuen uns darauf, bald zurückzukehren, um mehr von diesem Land zu entdecken und es besser zu verstehen.

Was ist deine Meinung? Warst du schon einmal in Rumänien oder überlegst du, bald dorthin zu reisen? Was hast du gehört oder was hast du erlebt? Wir würden gerne die Perspektiven von anderen Reisenden oder Einheimischen hören.

Wie immer, fröhliches Watscheln!
-L+E

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    Unsere ersten Eindrücke von Rumänien - Ein aufstrebendes Reiseziel

    Autor

    Lisa ist eine deutsche Autorin, die Wirtschaft, Sprachen & Kultur studiert sowie mehr als 20 europäische Länder bereist hat. Sie verbrachte während der Schulzeit ein Jahr in den USA, studierte in Kopenhagen, Dänemark sowie Bilbao, Spanien und machte ein Praktikum in Edinburgh, Schottland. Nach einem längeren Aufenthalt in Kanada dank eines Working Holiday Visums befindet sie sich nun wieder in Europa.

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