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Eine Geschichte darüber, wie sich ein Paar auf Instagram kennenlernte.

Unsere geliebte Instagram-Community kennt einen Teil unserer Hintergrundgeschichte. Unsere Follower haben unsere Abenteuer seit Monaten mitverfolgt. Hier kannst du mehr darüber erfahren, wenn du möchtest.

Da einige höflich danach gefragt haben, wollten wir unsere Geschichte teilen – mit ein bisschen mehr Details. Gerade genug, um dir zu helfen daran zu glauben, dass wahre Liebe noch in dieser Welt existiert.

Immerhin ist die Geschichte, wie eine deutsche Reisende einen kanadischen Wanderer traf, nicht leicht zu nehmen. Manche Leute testen die Wassertemperatur, indem sie ihre Zehen eintauchen. Andere halten ihren Atem an und tauchen nach einem kurzen Blick mit dem Kopf zuerst ein. Wir beide – wir haben letzteres getan.

Es war einmal.

Unsere Geschichte beginnt, wie jede klassische Liebesgeschichte beginnt: Instagram. Es ist eine Geschichte über die Liebe zum Reisen, die zwei Reisende zusammen bringt. Es ist eine Geschichte über das Nutzen von Chancen. Es ist eine Geschichte über Vertrauen. Es ist eine Geschichte über eine Reise durch insgesamt sieben europäische Länder mit jemandem, den du zuvor nicht persönlich getroffen hast. Nur über Skype.

Wir haben uns immer geziert, wenn wir gefragt wurden, mit wem wir unterwegs sein werden. „Wann habt ihr euch kennengelernt?“ fragten Freunde und ein paar Familienmitglieder. Keine ganz einfache Antwort, wenn die wirkliche Antwort technisch gesehen „nie“ ist.

Lisa war in Bilbao, Spanien, für ihr Auslandssemester, während Eric in einer kanadischen Kleinstadt lebte, nachdem er von seinem einjährigen Aufenthalt in Edinburgh zurück nach Hause gezogen war. Was als ein paar Nachrichten über das Reisen begann, wurde zu einem Skype-Anruf. Aus einem wurden viele, und sehr schnell waren wir von dem Menschen auf der anderen Seite des Bildschirms fasziniert. „Optimistisch verrückt“, hatte uns ein enger Freund einmal beschrieben. Wir skypten über ein paar Wochen hinweg und mit jedem Log-In kamen wir uns näher und näher.

Vor Weihnachten schickte Eric Lisa einen Brief in englischer und deutscher Sprache zusammen mit ihrem Geburtstagsgeschenk – einem Plüschpinguin wegen eines Insiderwitzes – per Post nach Deutschland. Lisa verliebte sich sofort in „Penguin“.

Wir hatten unsere ganze vierwöchige Reise – Städte, Transport, Unterkünfte und einige Aktivitäten – komplett über Skype geplant, und ja, es funktionierte alles ziemlich reibungslos. Wir lernten schnell, dass wir uns in alle großen Themen auf einer Wellenlänge befanden und fanden langsam heraus, dass wir auch bei den kleinen Sachen oft einer Meinung waren. Mit dem neuen Jahr vor der Tür, wurde der Plan in die Realität umgesetzt.

Der Plan: Wir wollten uns vor Neujahr in Lisas Heimatland Deutschland treffen, und von dort aus würde unser Abenteuer beginnen – eine Reise durch Osteuropa mitten im Winter. Im letzten Skype-Gespräch vor Abflug machten wir aus, dass wir uns am Berliner Hauptbahnhof treffen würden. Für Eric bedeutete das eine 40-minütige Zugfahrt vom Flughafen, die eine brutale Mischung aus Schmetterlingen und Jetlag beinhaltet hätte. Mit einem Kuss für viel Glück machten wir uns auf nach Berlin um unsere Reise zu beginnen.

„Oh fantastisch, es schneit auf Island“

Kanada zu verlassen war nervenaufreibend für Eric: Neben dem Fakt, dass er das Mädchen seiner Träume treffen würde (oder zumindest hatte er die optimistische Hoffnung), kämpfte Island mit einem großen Schneesturm vor Neujahr – was bereits zur Verspätung unzähliger Flüge geführt hatte.

Für Lisa beinhaltete die Reise mit dem Zug ein paar Stunden voller introspektiver Analyse und Vorfreude. Nach erfolgreichem Transfer in Island mit nur ein paar Stunden Verspätung (besser als ein gestrichener Flug) erhielt Eric eine süße „Willkommen in Europa – ich freue mich dich zu sehen!“ Nachricht – um zu paraphrasieren.

Für uns beide war die Reise nach Berlin mit innerlichem Gedankenwirrwarr gefüllt, aber ehrlich war es alles ziemlich positiv. „Was, wenn meine Freunde recht hätten?“ und „Was wäre, wenn es nicht passt zwischen uns?“ wurde immer sofort ersetzt durch „Ich bin mir sicher, dass wir uns gut verstehen“ und „Ich kann es kaum erwarten, sie/ihn endlich zu treffen“.

Zurückblickend ist uns bewusst, wie verrückt es war –  besonders wenn man bedenkt, dass unsere komplette Kommunikation bis dahin über einen Computerbildschirm ablief. Aber manchmal weiß man es einfach. Reisende überall und freundliche Leser, denkt daran: Hört auf euer Herz. Es liegt oft richtig.

Nachdem er in Berlin gelandet war, bekam Eric eine Nachricht von Lisa, die ihn in Deutschland willkommen hieß. Der Kern der Nachricht war sinngemäß: „Verlasse den Flughafen nach der Gepäckrückgabe nicht.“ Während Eric zunächst etwas verwirrt war von dieser Aussage, reimte er sich alles sehr schnell zusammen. Aber konnte es sein? War sie schon hier? Die Zeit würde es bald zeigen.

Eric stieg aus dem Flugzeug und fühlte jede vorstellbare Emotion. Lisa wartete in der Ankunftshalle – fast zu aufgeregt, um zu stehen – nachdem er Erics Flugdaten mehrere Male auf ihrem Handy überprüft hatte. Jedes Mal bewegte sich das kleine Flugzeug-Symbol näher dem Ende entgegen.

Eric nahm einen letzten Atemzug, kämmte sich mit den Fingern durch seine Haare (das kommt davon, wenn man im Flugzeug schläft) und kam um die Ecke. Er scannte die Menschen in der Ankunftshalle von rechts nach links und es dauerte nicht lange, bis ein blauer Parka, lange blonde Haare und ein breites Grinsen in sein Blickfeld traten. Der Blick auf ihrem Gesicht – fast so als ob sie „Überraschung“ sagte – ist etwas, das Eric niemals vergessen wird. Lisa kam zum Flughafen, damit Eric die letzte Etappe seiner Reise nicht alleine auf sich nehmen musste.

Europa, wir kommen.

Wir verbrachten Neujahr in Berlin und genossen die Weihnachtsmärkte in Prag. Bratislava – wenn auch klein – war ein netter Zwischenstopp, der unseren impromptu Tagesausflug nach Wien ermöglichte. Wir lieben Wien. Da wir noch nie in Polen waren, waren Krakau und Warschau erstaunliche Städte zum herumwatscheln – Krakau für seine mittelalterlichen Gebäude und Warschau für seinen vertrauten Stadtblick.

Denk daran – es war in Krakau wo wir uns in unsere „Pia“ verliebt haben. Unser erstes gemeinsames Watschel-Abenteuer ist gefüllt mit Fotos, wundervollen Airbnb-Gastgebern, albernen Go-Pro-Aufnahmen und Gesprächen über unsere Zukunft. Wir hoffen, viele dieser Erinnerungen mit dir zu teilen, aber ein paar – die sind nur für uns.

Wir trennten uns in Warschau, und obwohl es schwierig war, wussten wir, dass wir eine zweite Etappe der Reise vor uns hatten. Lisa ging nach Kopenhagen, um sich für den Beginn des neuen Semesters vorzubereiten, während Eric die baltischen Länder alleine erkundete (besonderer Gruß nach Litauen, Lettland und Estland). Erics Flug wurde gecancelt als er Tallinn verlassen wollte, und sein Wiedersehen mit Lisa in Kopenhagen wurde beinahe um einen Tag verschoben.

Zum Glück – und das ist eine Geschichte für einen anderen Zeitpunkt –  schaffte es Eric am selben Tag nach Kopenhagen. Das beinhaltete eine Propeller-Maschine und eine Mini-Zwischenlandung in Helsinki. Wahre Geschichte. Von Kopenhagen flogen wir am Ende gemeinsam nach Edinburgh, um ein paar Tage in der Stadt zu genießen, die uns zusammengebracht hat.

Der Abschied in Edinburgh war schwierig, um es gelinde auszudrücken. Die Busfahrt auf dem Weg zum Flughafen waren 30 ruhige und düstere Minuten in unserem Leben. Händchen haltend und mit den Tränen kämpfend wussten wir wo wir standen. Wir waren zusammen. Das hat es noch schwieriger gemacht. Die Reise wurde nicht zum Höllentrip nach zwei Städten. Die Reise hat uns zusammen geschmolzen als „Abenteuerkumpel“ fürs Leben.

Wenn du den Flughafen in Edinburgh kennst, erinnerst du dich bestimmt an die Rolltreppen vor der Sicherheitskontrolle. Nach einer langen Umarmung sahen wir dort den anderen in der Menge verschwinden.

Wir verabschiedeten uns mit dem Wissen, dass es nicht lange sein würde bevor wir uns wiedersehen  – aber waren das 4 Wochen oder 12? Mit Arbeit und Uni konnten wir es nicht genau sagen. Spoiler: Es waren 3 Wochen. Eric buchte einen Flug zurück in der Woche in der er nach Hause zurückkehrte. „Was solls“, dachte er. „Sie ist es wert“. Lisa war mehr als einverstanden damit.

Was wir aus unserem Europa-Abenteuer gelernt haben.

Und das ist die Geschichte unseres ersten gemeinsamen Abenteuers. Die nächsten Monate beinhalteten zwei weitere Transatlantikflüge – aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. Bevor wir diesen Blogpost beenden, wollten wir dir noch ein paar kurze Lektionen von Dingen, die wir während unserer ersten gemeinsamen Reise gelernt haben, mit auf den Weg geben. Wir hoffen, dass wir Menschen inspirieren, herausfordern und dazu ermutigen können, manchmal ein bisschen verrückt zu sein.

  1. Reisen ist ein Kompatibilitätstest. Du lernst ziemlich schnell, ob zwei Menschen zusammen passen oder nicht.
  2. Geduld ist der Schlüssel. Beim Reisen passiert viel Unerwartetes – die Art und Weise wie du damit umgehst, ist was dich ausmacht.
  3. Entscheide dich für Erdnuss M & Ms. Dieser letzte Tipp könnte ein kleines Rätsel sein – aber Watschel-Freunde, wie alle guten P&P-Märchen ist das eine Geschichte für ein anderes Mal.

Wenn du mehr Fotos von unserer Reise sehen willst, kannst du uns auf Instagram folgen. Diesen Post beenden wir mit dem Folgenden: Dein Abenteuerkumpel ist auch da draußen. Halte deinen Kopf hoch und suche einfach weiter. Glaub‘ uns, es wird passieren, wenn du es am wenigsten erwartest.

Wie immer, fröhliches Watscheln!

– L + E

Du planst gerade deine Reise? So machen wir's:
  • Flüge auf Skyscanner vergleichen oder Zugticket kaufen
  • Nach Hotel Deals suchen oder Hostel buchen
  • Einen Mietwagen reservieren (abhängig vom Reiseziel)
  • Über Auslandsversicherung und Einreisebestimmungen informieren (Reisen außerhalb der EU)
  • DKB Kreditkarte einpacken (um im Ausland günstig Geld abzuheben - Lisa hat ihre seit 2016)
  • Über Steckdosen informieren & eventuell Reiseadapter besorgen
    Autor

    Lisa ist eine deutsche Autorin, die Wirtschaft, Sprachen & Kultur studiert sowie mehr als 20 europäische Länder bereist hat. Sie verbrachte während der Schulzeit ein Jahr in den USA, studierte in Kopenhagen, Dänemark sowie Bilbao, Spanien und machte ein Praktikum in Edinburgh, Schottland. Nach einem längeren Aufenthalt in Kanada dank eines Working Holiday Visums befindet sie sich nun wieder in Europa.

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